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Hautkrebs an der Nase – Wie er entsteht, wie er verhindert wird

Hautkrebs an der Nase – Wie er entsteht, wie er verhindert wird

Wenn du bleibende Hautveränderungen im Bereich der Nase oder sonst im Gesicht entdeckst, handelt es sich möglicherweise um ein Basaliom, eine Unterart des weissen Hautkrebses. In der Schweiz erkranken etwa 15.000 Menschen jährlich an dieser vor allem durch Sonneneinstrahlung verursachten Tumorbildung. Welche Symptome und Ursachen Basalzellkarzinome aufweisen und welche Therapien und Früherkennungsmassnahmen durchgeführt werden können, erfährst du in diesem FAQ.

Was ist ein Basalzellkarzinom?

Bei einem Basalzellkarzinom handelt es sich um einen Art des weissen Hautkrebses. Der Hautkrebs wird auch als Basaliom oder Basalzellkrebs bezeichnet und entsteht zu 70 bis 80 Prozent im Kopf- und Halsbereich. Betroffen sind häufig die Bereiche Nase, Lippen oder Stirn. Das Durchschnittsalter für die Erkrankung beträgt 60 Jahre. In der Schweiz bildet der Basalzellkrebs die häufigste Hautkrebsart.

Welche Stellen im Gesicht können vom Basalzellkrebs betroffen sein?

Im Grunde kann die Haut des ganzen Körpers vom weissen Hautkrebs betroffen sein. Häufig sind jedoch die Hautpartien betroffen, die am ehesten der Sonne ausgesetzt sind. Das betrifft also insbesondere das Gesicht, aber auch den Nackenbereich, wenig oder unbehaarte Kopfhaut, Hände und in seltenen Fällen die Beine oder den Oberkörper. Im Gesicht treten die Karzinome oftmals an der Nase oder im Stirnbereich und an den Lippen auf.

An welchen Anzeichen erkenne ich Basalzellkrebs?

Ein Basalzellkarzinom hat keine Vorstufe. Daher handelt es sich immer um Krebs, wenn Basaliome auftreten. Die typischen Hautveränderungen sind äusserlich erkennbar, jedoch werden sie zunächst oft missinterpretiert. Du solltest zum Arzt gehen, wenn sich Knötchen oder Krusten bilden, die mit der Zeit nicht wieder verheilen. Auch, wenn du auf deiner Haut grösser werdende Flecken bemerkst, kann eine genauere Untersuchung durch einen Hautarzt nicht schaden.

Mit welchen Symptomen geht der weisse Hautkrebs einher?

Basalzellkarzinome können unterschiedliche Merkmale aufweisen und sind daher für einen Laien nicht unbedingt eindeutig als solche zu erkennen. Meist sind die Tumore rötlich bis gelb und mit einem perlschnurartigen Rand versehen. An der Oberfläche der Tumoren schimmern kleine Blutgefässe durch. Folgende Symptome kommen bei Basalzellkarzinomen darüber hinaus typischerweise vor:

  • Bildung von kleinen, halbkugelförmigen Knötchen, die glasig erscheinen
  • Verhärtung des Gewebes
  • rote Warzen und Flecken
  • Bildung kleiner Blutgefässe über den Knötchen
  • schuppende, narbige Haut
  • kleine, nicht abheilende Krusten

Kommt es nicht zu einer rechtzeitigen Behandlung, breiten sich die Tumore räumlich weiter aus und bilden grössere Geschwüre, die nässen und auch mit weiteren Symptomen wie Schmerzen verbunden sind. Basalzellkarzinome streuen im Gegensatz zu anderen Krebsarten jedoch nicht als Metastasen in andere Organe und bilden auch keine Tochtergeschwulste.

Welche Ursachen spielen beim Hautkrebs eine Rolle?

Ein Basalzellkarzinom entwickelt sich an Hautstellen, die zu sehr der UV-Strahlung ausgesetzt wurden. Sowohl ein intensives und dauerhaftes Sonnenbanden als auch ein zu häufiger Solariumsbesuch begünstigt daher die Bildung von weissem Hautkrebs. Helle Hauttypen und Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen, gelten demzufolge zu den Risikopatienten. Damit du keinen Hautkrebs bekommst, solltest du darauf achten, dich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, und auf Solariumsbesuche verzichten. Ab einem Alter von 35 Jahren wird zur Vorsorge ausserdem empfohlen, sich alle zwei Jahre auf Tumore der Haut untersuchen zu lassen.

Mit welchen Therapien wird der Basalzellkrebs behandelt?

Zunächst entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe der mutmasslichen Basaliome und untersucht sie mikroskopisch. Dermatologen können Basaliome vereinzelnd auch mit blossem Auge oder via einer speziellen Lupe erkennen. Handelt es sich tatsächlich um Basaliome, gilt es nun, den gesamten Tumor zu entfernen. Dies kann einerseits über eine Operation und andererseits über Bestrahlung erfolgen. Die Laserchirurgie und die Curettage-Therapie sind weitere mögliche Alternativen zur Operation. Die nicht-operativen Behandlungsmethoden haben jedoch den Nachteil, dass nicht sicher gegangen werden kann, dass auch wirklich alle Krebszellen zerstört wurden. Aus diesem Grund kommt es hier häufiger zu späteren Rückfällen. Eine Operation ist daher das am häufigsten angewandte und sicherste Verfahren zur Behandlung von Hautkrebs im Gesicht. Der Eingriff erfolgt meist ambulant und unter örtlicher Betäubung. Ist der Krebs bereits weit fortgeschritten, wird oftmals zusätzlich zur Behandlung Vismodegib verabreicht. Dieses Medikament unterstützt die Bekämpfung der inneren Karzinome. Das Arzneimittel geht dabei jedoch sehr aggressiv vor und ist daher mit vielen Nebenwirkungen verbunden. So wirkt Vismodegib beispielsweise fruchtschädigend und darf nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter eingesetzt werden.

Ist der Basalzellkrebs heilbar?

Die Heilungschancen beim Basalzellkrebs liegen bei fast 95 Prozent. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind ausserdem die Chancen auf eine vollständige Wiedererlangung der Gesundheit. Da sich ein Basaliom verhältnismässig langsam entwickelt, ist eine Früherkennung meist problemlos möglich. Trotz der guten Prognose ist es wichtig, dass die geheilten Patienten regelmässig zur Nachuntersuchung gehen. Nach einer erfolgreichen Therapie solltest du auch umso mehr darauf achten, die Ursachen für den Hautkrebs möglichst gering zu halten, also auf langes Sonnenbaden zu verzichten. Ein unbehandeltes Basalzellkarzinom entwickelt sich jedoch unkontrolliert und zerstört nach und nach die Knochen und das Knorpelgewebe beim befallenen Menschen. Neben Entstellungen im Gesicht und dem Verlust von dessen Sinnesorganen kann ein unbehandeltes Karzinom daher auch lebensbedrohliche Folgen haben.

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